Die obere Lainsitz

Die Lainsitz fließt bei České Velenice nach Tschechien hinein und beginnt hier in der unberührten Natur zahlreiche Mäander, Altwässer und Tümpel zu bilden. Das hiesige „Naturschutzgebiet Obere Lainsitz“ gehört bereits zum Naturschutzgebiet und Biosphären- reservat Třeboňsko. Dieser Teil des Flussgebiets bis zur Gemeinde Suchdol nad Lužnicí ist bislang aus Naturschutzgründen gesperrt. Man hofft, dass in einigen Jahren ein Wanderweg durch diese wunderschöne Landschaft führen wird.

Darum beginnt die Strecke in Tschechien in Chlum u Třeboně (hier endet der österreichische Teil der Trasse „die Junge Lainsitz“. Der Weg zur Lainsitz führt in die Nähe der Ortschaft Suchdol nad Lužnicí zurück.

Ein Stück weiter gliedert sich die Strecke A, die entlang des Alten Flusses (ehemalige Lainsitz) in die Stadt Třeboň führt, zum Teich Rožmberk und von hier zur Stadt Veselí nad Lužnicí.

Die Strecke B führt entlang des Neuen Flusses  zur Stadt Stráž nad Nežárkou, weiter zum Zusammenfluss des Neuen Flusses und der Nežárka und dann den Fluss Nežárka entlang ebenfalls nach Veselí nad Lužnicí. Der Teil „Obere Lainsitz“ endet in dieser Stadt, in der beide Strecken zusammenlaufen.

Die Strecke führt durch tiefe Wälder, an Teichen und den Alten und Neuen Fluss entlang und überquert viele Kunstkanäle, die zur Wasserversorgung der Teiche dienen. Die meisten Teiche, die im 15. und 16. Jh. aufgebaut wurden, erinnern die Wanderer an Seen – sie sind in die hiesige Waldnatur eingewachsen. Auf der Trasse gibt es nur minimale Steigung bzw. Neigung.

Třeboň ist als Stadt zweifelsfrei am reichsten an historischen Sehenswürdigkeiten. Der Grundriss der Stadt zeigt die historische, perfekt befestigte Stadt mit Kloster und  ausgedehntem Schloss. Die historischen Gebäude, die Schlösser, Klöster, Kirchen und Bürgerhäuser, sind aber auch in anderen Städten, d.h. in Chlum u Třeboně, in Stráž nad Nežárkou, in Lomnice nad Lužnicí und auch in Veselí nad Lužnicí zu sehen. Die Geschichte dieses Gebiets wurde von zwei bedeutenden tschechischen Geschlechtern beeinflusst: den Rožmberk vom 13. bis 17. Jh. und den Schwarzenbergern vom 17. bis 20. Jh.

Eine wunderschöne, von Industrie fast unberührte Landschaft zeichnet das Naturschutzgebiet Třeboňsko aus, zu dem eine Reihe von Naturreservaten und Naturlehrpfaden gehört.

Die Lainsitz, beide künstliche Flüsse (der zweite nennt sich „der Goldene Bach“ und fließt durch Třeboň) und ein Teil der Teiche sind  vor allem für Kanufahrer ein Wassersport-Paradies. In der Třeboň gibt es zwei bekannte Kurkomplexe, die sich hauptsächlich auf die Heilung des Bewegungsapparates spezialisiert haben. Třeboň ist auch ein Teichwirtschaftszentrum: Třeboň-Karpfen serviert man traditionell in ganz Europa auf der Weihnachtstafel. Es lohnt sich, diese Delikatesse bei der lokalen Gastronomie zu verkosten.

Etappen in diesem Abschnitt

Etappe II/1B, entlang des Neuen Flusses: Chlum u Třeboně – Stříbřec

Stříbřec Brücke (© Rostislav Kašovský)

Stříbřec Brücke

Die Etappe ist 16 km lang und führt der roten Markierung nach zur Kreuzung U DLOUHÉHO MOSTU (Bei der langen Brücke). Bis hier ist sie identisch mit der Trasse der Etappe II/1A. Die größte Sehenswürdigkeit ist hier der Neue Fluss mit einem langen Damm mit 96 Gedenkeichen. Dortige Orte sind mit den Namen der berühmten tschechischen Sängerin Ema Destinnová verbunden.